Gesprächstechniken "Der kontrollierte
Dialog "
Wie stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Gesprächspartner
auch tatsächlich verstanden haben? Die meisten Gespräche
laufen etwa nach dem Schema: Der eine sagt etwas, der andere sagt
etwas und so weiter. Man geht auseinander und ist der Meinung,
dass man einander richtig verstanden hat. Oft stellt man im nachhinein
überrascht fest, dass man offensichtlich aneinander vorbei
geredet hat.
Für viele Gesprächssituationen im Alltag hat dies nicht
unbedingt unangenehme Folgen. Im Beruf kann aber richtiges Verstehen
oft von elementarer Bedeutung sein. Richtiges Verstehen spart
Zeit, Energie und/oder auch Geld und verhindert Missverständnisse.
Der kontrollierte Dialog ist eine Gesprächstechnik,
die, richtig angewandt, gewährleistet, dass Sie Ihren Gesprächspartner
und sein Anliegen auch tatsächlich verstehen.
Der kontrollierte Dialog besteht im Grunde aus zwei Techniken:
der W-Fragen-Technik und der Paraphrasierungstechnik.
W-Fragen sind Fragen, die eine offene Antwort provozieren im
Gegensatz zu Fragen, die nur ein Ja oder Nein zulassen. W-Fragen
beginnen mit: Was, Wie, Womit, Wodurch, Weshalb, Wieso, Weswegen.
Paraphrasieren(gr.-lat.) heißt umschreiben. Es bedeutet
hier, mit eigenen Worten wiedergeben, was der andere gesagt hat.
Paraphrasieren beginnt man zweckmässig mit einer Einleitungsformulierung,
z.B. "Ich habe Sie so verstanden..." oder "Bei
mir ist angekommen..." oder "Wenn ich Sie richtig verstehe..."
und formuliert dann mit eigenen Worten, was man verstanden hat.
Diese beiden Techniken werden miteinander kombiniert. Die Anwendung
des kontrollierten Dialogs bewährt sich besonders bei schwierigen
oder unklaren Inhalten, vagen oder angedeuteten Aussagen des andern
oder wenn viele Emotionen ein Rolle spielen.
Der Ablauf ist etwa folgendermaßen:
1. W-Frage stellen. 2. Antwort des Gesprächspartners. 3.
Paraphrasieren. 4. Bestätigung durch den Gesprächspartner
5. Weiter mit Gesprächsverlauf.
Oder:
1. W-Frage stellen. 2. Antwort des Gesprächspartners. 3.
Paraphrasieren 4. Verneinung durch den Gesprächspartner.
5. Erneute W-Frage bzw. Klärung des Sachverhalts. 6. Bestätigung
durch den Gesprächspartner. 7. Weiter mit Gesprächsverlauf.
Durch die Anwendung des kontrollierten Dialogs, bleiben Sie mit
Ihrem "Ohr" am Gesprächspartner. Sie kontrollieren
den Gesprächsverlauf und das Gesprächsergebnis und signalisieren
Ihrem Gegenüber Interesse, Zuwendung und Aufmerksamkeit.
Ein Gewinn für beide Seiten.
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